InnoSÜD: Vier Hochschulen, ein Verbund

InnoSÜD ist ein Verbund aus den folgenden Hochschulen:

 - Hochschule Biberach
 - Hochschule Neu-Ulm
 - Technische Hochschule Ulm
 - Universität Ulm 

Ein langfristiger Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ist die Hauptaufgabe des Hochschulverbundes InnoSÜD. 

Ansprechpartner für Unternehmen, Politik und Gesellschaft

Mit innovativen Transferformaten einen nachhaltig wirksamen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen, das ist das Ziel des Hochschulverbundes InnoSÜD.

Im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule haben sich in dem Verbund die Hochschulen Biberach und Neu-Ulm, die Technische Hochschule Ulm, die Universität Ulm und die Firma TriCAT zusammengeschlossen. Gemeinsam schafft der Verbund ein dynamisches Innovationssystem, das die Region Donau-Iller-Riß als Bindeglied zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München mittelfristig unter den wettbewerbs- und innovationsfähigsten Räumen Europas positioniert.
Im Fokus stehen dabei die für die Region wichtigen Themenfelder Biotechnologie, Transformationsmanagement und Gesundheit sowie Energie und Mobilität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt über eine Laufzeit von fünf Jahren.

Transfer von Innovationen

In den InnoSÜD-Themenfeldern Gesundheit und Biotechnologie arbeiten Wissenschaftler daran, Lösungen für die Zukunftsfragen in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz zu finden.

An der Schnittstelle dieser Bereiche forscht die Hochschule Biberach federführend gemeinsam mit der Universität Ulm an Innovationen in der pharmazeutischen und industriellen Biotechnologie. Die beiden Verbundhochschulen bieten optimale Bedingungen, um die Überführung neuer Produkte und Verfahren in die Praxis zu befördern: Hochmoderne Labore inklusive einem Skalierungslabor stehen zur Verfügung.

Als Mitglied im BioPharma Cluster South Germany sind die beiden Verbundhochschulen eingebettet in einen Zusammenschluss von Biopharmazie-Unternehmen und kommunalen Partnern in der Region.

Derzeit stehen sechs Maßnahmen im Fokus:

  1. Next Generation Process Technologies:
    Die Next Generation Process Technologies sind eine Technologieplattform zur Methodenentwicklung und Implementierung neuer und innovativer Prozessformate im Bereich der pharmazeutischen Biotechnologie. Durch Kooperation mit industriellen und akademischen Partnern aus der Region werden durch das Open Lab-Format Fachwissen und Technologie aus angewandter Forschung in die industrielle Praxis überführt.

  2. Skalierungslabor:
    Das Skalierungslabor entwickelt nachhaltige Prozesse, um flüssige und gasförmige Abfall- und Seitenströme der bioökonomischen Industrie stofflich zu nutzen. Diese Verfahren werden energetisch optimiert und die so entstandenen zusätzlichen Produkte qualitativ validiert. Durch experimentell untersuchte und parallel dazu modellierte Referenzprozesse und deren Skalierung schafft die Maßnahme belastbare Transferleistungen für Unternehmen und fördert den Übergang von angewandter Forschung zur industriellen Umsetzung.

  3. Trialog Drug Delivery & Medizintechnik:
    Der Trialog beschreibt die Entwicklung einer Plattform für den faktenbasierten Austausch verschiedener Interessensgruppen auf Augenhöhe. Durch diesen Think Tank kommen Vertreter aus Wissenschaft, pharmazeutischen Unternehmen, Medizin und von Patienten zusammen, um nutzerorientierte Innovationen im Konsens zu erarbeiten.

  4. Viral Vector Core Facility:
    Das Viral Vector Core Facility ist ein kooperatives Entwicklungslabor im Bereich der Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs). Durch den Aufbau dieser Laborinfrastruktur werden in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern Methoden und Protokolle für die Produktion, Aufreinigung und qualitative Kontrolle viraler Vektoren optimiert und neu entwickelt.

  5. Anwendungsorientierte Promotionen in der Biomedizin:
    Diese Maßnahme im Format „Transfer über Köpfe“ fördert den Wissens- und Technologieaustausch in der Biomedizinbranche mittels kooperativer Promotionsvorhaben.

  6. Ausgründungsmentor:
    Ziel dieser Maßnahme ist es, für den Hochschulverbund ein Ökosystem für Entrepreneurship und Gründung an der Universität Ulm zu etablieren. Dr. Birgit Stelzer und ihr Team sind das Bindeglied zwischen Forschungsergebnissen, neuen Technologien und unternehmerischen Konzepten. Die Mentoren fördern die Gründungskultur sowohl durch Beratung und Coaching-Angebote als auch durch die Entwicklung und Verankerung regionaler Veranstaltungsformate im Bereich Entrepreneurship/ Gründungssensibilisierung und Gründungsbegleitung.

Weiterer Schwerpunkt: Transformationsmanagement

Transformationsmanagement ermöglicht Unternehmen und Organisationen, erfolgreich mit sich ständig verändernden Umwelten umzugehen. Ein Schwerpunkt ist die funktionale Arbeitsteilung entlang der Wertschöpfungskette von Unternehmen aufzubrechen, um Innovationspotenziale fruchtbar zu machen.

Die Hochschulen Biberach und Neu-Ulm decken dabei zentrale Bereiche in Unternehmensstrukturen ab: Vom Geschäftsmodell über die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und die Beschaffung bis hin zu Produktion, Logistik, Vertrieb und Marketing.

Digitalisierung, Ressourcenmanagement oder demographischer Wandel und deren Auswirkungen sind aktuelle Herausforderungen, mit denen sich die beiden Hochschulen unter Verantwortung der Hochschule Neu-Ulm beschäftigen.





Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.