Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.

Am Ulmer Standort betreibt es seit der Gründung 2009 neurologische Grundlagenforschung und auch angewandte klinische Forschung im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen und Demenzen. Außerdem ist es das erste Mitglied der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung (DZG).

Neurologische Spitzenforschung in Ulm

Der Standort Ulm gilt als Zentrum der neurologischen Spitzenforschung. Der DZNE Standort profitiert als Mitglied von dem bundesweiten DZNE-Netzwerk. Das Netzwerk ermöglicht eine standortübergreifende Forschung und damit einen regelmäßigen Austausch von Expertise sowie nationale und internationale Kooperationen. 
Deutschlandweit umfasst das DZNE-Netzwerk über 1.100 Mitarbeiter. Bundesweit bündeln über 80 Arbeitsgruppen das Fachwissen der Forschungseinrichtung. 
Weitere Kooperationen bestehen mit der Universität Ulm, dem Universitätsklinikum und den Universitäts- und Rehabilitationskliniken (RKU). 

Wachsendes Forschungsfeld: Translationale Forschung

Ein wesentlicher Fokus des DZNE, spezifisch des Standorts Ulm, ist die translationale Forschung, also eine schnelle Übernahme von wissenschaftlichen Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Neue Diagnose- und Therapieverfahren werden entwickelt. Forschungsschwerpunkt ist somit die Therapieentwicklung bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Das DZNE Ulm ist spezialisiert auf seltene neurodegenerative Nervenerkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), die Frontotemporalen Demenzen (FTD) und die Huntington-Krankheit. Ziel ist die Entwicklung von präventiven und therapeutischen Ansätzen. 

Erforschung von Biomarkern

In Ulm wird vor allem auf die Forschung beim Menschen anhand von Patientenproben gesetzt. Basierend auf in vitro und in vivo Systemen wird zunächst das Expressionsverhalten von Wirkstoff-Zielmolekülen für die Forschung im menschlichen Gewebe untersucht. Basierend darauf wird auf Peptid- und Protein-, aber auch auf Transkriptomebene nach Biomarkern gesucht. Das Ziel: Klinische Studien kostengünstiger und effektiver machen. Dies schließt die Nutzbarmachung toxikologisch bekannter Medikamente für neue Indikationen mit ein.

Innovative Therapieansätze

Innovative Therapieansätze, die auf dieser Forschung aufbauen, sind der Einsatz von Antisense Oligonukleotiden, die Genersatztherapie und die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke mithilfe von Nanopartikeln. Um die angewandte klinische Forschung in den kommenden Jahren auszubauen, werden am DZNE Ulm zusätzlich ein klinisches Studienzentrum und eine Forschungsgruppe für innovative therapeutische Ansätze geschaffen.

Vor diesem Hintergrund wird der BioPharma Cluster South Germany in den nächsten Jahren weiter wachsen. Der Bund und das Land Baden-Württemberg investieren in den Cluster und den Standort. So soll unter anderem ein eigenes Forschungsgebäude für das DZNE in Ulm entstehen.





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