04.06.2020

Leukämie-SFB der Ulmer Unimedizin geht in dritte Runde

Die Leukämie-Forschung in Ulm erhält auch zukünftig die finanzstarke Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 

Prof. Hartmut Döhner, Sprecher des Leukämie-SFB. Foto: Uniklinikum Ulm

 

 

Der Leukämie-Sonderforschungsbereich (SFB 1074) wird auch die nächsten vier Jahre  von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund elf Millionen Euro gefördert. Damit hat der SFB „Experimentelle Modelle und Klinische Translation bei Leukämien“ die maximale Förderdauer erreicht.


Hauptziele der Krebsforschenden um SFB-Sprecher Prof. Hartmut Döhner sind ein tieferes Verständnis der zellulären und molekularen Grundlagen der Leukämieentstehung sowie neue Ansätze für eine personalisierte Blutkrebstherapie.

 

Mutations-Landkarte hilft bei Prognose
Erfahrene und junge Forschende spüren in 15 Teil- und zwei Zentralprojekten den Ursachen für die Entstehung verschiedener Blutkrebsformen nach.

Welche Erkenntnisse haben die Ulmer Krebsforscher schon gewonnen? Mithilfe experimenteller Modelle erstellten sie für die häufigen Leukämieformen „Akute Myeloische Leukämie“ und „Chronische Lymphatische Leukämie“ je eine genetische „Mutations-Landkarte“. Dadurch lässt sich die Prognose solcher Leukämiepatientinnen und -patienten genauer ermitteln.


Auch bei der Entwicklung von innovativen molekular-zielgerichteten Medikamenten sowie von neuen Antikörpern leisten wir wichtige Beiträge“, betont SFB-Sprecher Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Uniklinikums Ulm und selbst einer der weltweit meistzitierten Forscher seines Fachs.
 

Forscher-Trumpf: eine große Biobank
Die Bedingungen für die Leukämieforschung am Standort Ulm sind exzellent. Die Ulmer Wissenschaftler haben Zugang zu zahlreichen Blut- und Knochenmarkproben von Patienten, die im Zuge von klinischen Studien mit neuen Medikamenten behandelt worden sind. Die Leukämie-Biobank der Ulmer Unimedizin gehört zu den größten weltweit.

 

Eines der Ziele der dritten Förderperiode ist es herauszufinden, warum auch die neuen, molekular-zielgerichteten Medikamente nach unterschiedlicher Behandlungsdauer oft nicht mehr ansprechen: Leukämien entwickeln Resistenzmechanismen gegen diese Substanzen. Hierzu sollen im Labor auch neue Technologien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise die Sequenzierung auf Leukämie-Einzelzellebene.

 

Detaillierte Infos zum SFB https://www.uni-ulm.de/en/einrichtungen/sfb-1074/ und dessen Stellung in der lebenswissenschaftlichen Forschung von Uni und –klinik.

 

(Quelle: Pressemitteilung Uni Ulm, 4.6.2020)
 

 





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