19.11.2021

Boehringer Ingelheim: Biotech für Biberacher Standort immer wichtiger

Auch im 75. Jahr seines Bestehens wartet der Biberacher Standort des forschenden Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim mit positiven Zahlen auf.

©Boehringer Ingelheim

 

 

 

Auch im 75. Jahr seines Bestehens wartet der Biberacher Standort des forschenden Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim mit positiven Zahlen auf. Was ein regionales Pressegespräch unlängst zeigte: Biopharmazeutika erlangen für den Konzern wachsende Bedeutung, was sich auf den oberschwäbischen Unternehmenssitz auswirkt. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich nach Unternehmensangaben der Anteil der biologischen Arzneimittel im Portfolio auf 40 Prozent in diesem Jahr verdoppelt.

 

Der größte Forschungs- und Entwicklungs - und Biopharma-Standort des weltweit aufgestellten Konzerns beschäftigt mittlerweile fast 6.600 Mitarbeitende (Stand 2020), was 40 Prozent der deutschen Belegschaft entspricht. Die Wachstumskurve der letzten zehn Jahre beginnt bei rund 4.800 Mitarbeitenden und verläuft bis 2020 nahezu konstant nach oben. Am oberschwäbischen Standort wird gerade das mit 300 Mio. Euro größte Projekt in Deutschland fertiggestellt, ein neues Entwicklungszentrum für Biopharmazeutika. Derzeit investiert der Konzern am Standort Biberach Investitionen in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

 


Virale Therapeutika in Ochsenhausen
Im nahen Ochsenhausen hat der Konzern ein neuen Biotech-Standort aufgemacht. Mit der Übernahme des langjährigen Kooperationspartners Labor Dr. Merk & Kollegen hat Boehringer eine nicht näher genannte Millionensumme investiert, um seine Immunonkologie-Sparte zu stärken. Seit März 2021 firmiert der Zukauf unter Boehringer Ingelheim Therapeutics.


Rund 130 Mitarbeiter arbeiten im so genannten Kompetenzzentrum „Viral Therapeutics Center“. In Ochsenhausen, dessen Ausbau geplant ist,  sollen virus-basierte Therapeutika entwickelt werden und Klinikmuster (für frühe klinische Prüfungen) hergestellt werden. Der Übernahme des „Nachbarn“ waren Zukäufe weiterer Biotech-Unternehmen mit Schwerpunkt Onkologie vorausgegangen, wie NBE Therapeutics, Amal Therapeutics und Vira Therapeutics. Immuntherapien gelten als zukunftsträchtiges Feld, in dem sich viele Pharma- und Biotech-Unternehmen engagieren. Der Biberacher Standortleiter Dr. Fridtjof Traulsen formulierte es mit Blick auf virusbasierte Therapien sportlich: „Wir wollen für diese Therapien wieder die Apotheke der Welt werden.“

 


Life takes you to unexspected places ..like Biberach
Internationale Fachkräfte für den Biberacher Campus gewinnen will Standortleiter Traulsen. In einem englischsprachigen videobasierten Webauftritt wirbt das Unternehmen um Mitarbeitende mit einer weltoffenen Kultur jenseits urbaner Zentren. Im naturwissenschaftliche-medizinischen sowie digitalen Bereich gebe es ein wachsendes Angebot an Stellen.

 

Um den oberschwäbischen Standort für diese Fachkräfte möglichst attraktiv zu gestalten, suchen die Verantwortlichen des Unternehmens die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten in der Region.  Ziel sei es, ansprechende Rahmenbedingungen für internationale Fachkräfte zu schaffen, die lokale Infrastruktur wie Wohnraum, Kinderbetreuungsplätze und Dual Career in Biberach zu fördern.

 

Im September haben 96 junge Leute in Biberach ihre Berufsausbildung begonnen. Dort erwartet sie ein Spektrum aus elf Ausbildungsberufen und acht dualen Studiengängen. Aktuell bildet das Unternehmen rund 600 Auszubildende und Studierende aus.

 

 

 

 

 

 

Quelle (wp)

Regionales Pressegespräch Boehringer Ingelheim, Standort Biberach