Neuer Masterstudiengang in Biberach reagiert auf Anforderungen der Biopharma-Industrie
An der Hochschule Biberach (HBC) startet zum Wintersemester 2026/27 der neue Masterstudiengang Pharmaceutical Bioengineering.
Das Studium verbindet biologische Grundlagen mit technischem Prozessverständnis und digitalen Kompetenzen – und bereitet Absolventinnen und Absolventen optimal auf anspruchsvolle Aufgaben in Industrie und Wissenschaft vor, teilt die HBC mit.
Gefragt: Interdisziplinäre Fachkräfte
Die Entwicklung neuer Medikamente wird immer komplexer: Biologische Systeme, hochregulierte Produktionsprozesse und der zunehmende Einsatz datengetriebener Methoden stellen die biopharmazeutische Industrie vor wachsende Herausforderungen. Gefragt sind Fachkräfte, die naturwissenschaftliche Grundlagen mit technischem Prozesswissen und digitalen Kompetenzen verbinden können.
Mit dem neuen Masterstudiengang Pharmaceutical Bioengineering reagiert die Hochschule Biberach auf diesen Bedarf und erweitert ihr Angebot im Bereich der angewandten Biotechnologie. Der Studiengang startet zum Wintersemester 2026/27, Bewerbungen sind ab Mitte Mai bis 15. Juli möglich.
Schnittstelle von Biologie und Technik
„Wir verbinden biologische Grundlagen mit technischem Prozessverständnis“, erklärt Studiendekanin Sybille Ebert (Foto: HBC). Der neue Master ermögliche eine „sehr zielgerichtete Ausbildung – entweder für die biopharmazeutische Industrie oder für die Wissenschaft“ und schaffe damit die Grundlage sowohl für den direkten Berufseinstieg als auch für eine wissenschaftliche Karriere. Gleichzeitig reihe sich der Master Pharmaceutical Bioengineering nahtlos in das bestehende Studienangebot der Hochschule Biberach ein und „stellt eine konsequente Weiterentwicklung und fachliche Vertiefung unserer Bachelorprogramme Pharmazeutische und Medizinische Biotechnologie dar“, so Ebert.
Im Fokus des Studiums stehen biopharmazeutische Wirkstoffe wie Proteine, Impfstoffe, therapeutische Viren oder Zellen. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die biologische Zusammenhänge ebenso wie technische Prozesse sicher beherrschen. „Für die Industrie ist es entscheidend, Fachkräfte zu haben, die beides verstehen: die biologischen Hintergründe und die technischen Prozesse“, so Ebert.
Praxisnahes Studium und enge Forschungsanbindung
Die Studierenden, so die HBC, erwerben Kompetenzen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses: von der Herstellung biopharmazeutischer Produkte bis hin zur Bewertung von Qualität und regulatorischen Anforderungen. Sie entwickeln ein fundiertes Gesamtbild darüber, wie ein Arzneimittel bis zur Zulassung gebracht wird.
Ein besonderer Vorteil ist nach Darstellung der HBC die enge Verzahnung von Lehre und Forschung. Studierende können früh in Forschungsgruppen mitarbeiten und wissenschaftliche Projekte umsetzen. Auch eine Promotion ist möglich. Gleichzeitig spielen Themen wie Data Science, Modellierung und Datenanalyse eine wichtige Rolle im Studiengang.
Flexible Zugangswege und Perspektiven
Zugangsvoraussetzung ist ein Bachelorabschluss, idealerweise mit 210 Leistungspunkten. Bewerbungen mit 180 Leistungspunkten sind ebenfalls möglich; fehlende Inhalte können über ein individuelles Ergänzungssemester ausgeglichen werden.
Fotos: Hochschule Biberach